EPITHEL (ALLGEMEINE HISTOLOGIE)

1.5

Übergangsepithel (Harnblase)

Präparat:

Präparatedetails:

Organ: Harnblase
Herkunft: Katze
Färbung: Hämalaun - Eosin (HE)


Methode und Präparat:

Normales histologisches Präparat mit der Übersichtsfärbung HE gefärbt.


Ziel der Untersuchung:

Kenntnis des Aufbaus der Harnblasenwand, ihrem mehrschichtigen Übergangsepithels mit Deckzellen und der intrazellulären Crusta.


Besonderheiten des Präparats:

Alle harnableitenden Wege sind mit einem Übergangsepithel ausgekleidet. Es ist ein mehrschichtiges Epithel, das sich in der Harnblase, dem Harnleiter und der Harnröhre befindet. Besonders charakteristisch für dieses Epithel sind relativ grossen Deckzellen, die beim menschlichen Übergangsepithel (nicht dieses Präparat) gelegentlich auch zweikernig sein können und eine intrazelluläre Schutzschicht, die Crusta, aufweisen, durch die sie gegen den z.T. aggressiven Harn geschützt sind. Die Crusta ist als dunkler Rand in der Deckzellschicht zu sehen. Die Schleimhaut ist in der Harnblase stark gefaltet. Die Falten verstreichen bei einer stärkeren Füllung.

Zur Schleimhaut der Harnblase gehört selbstverständlich auch die Lamina propria, die an einigen Orten sehr dick sein kann. Sie lässt sich deutlich von der darunterliegenden Tunica muscularis abgrenzen. In der Propria fällt an einigen Orten ein venöses Netz auf, das in der Harnblase generell sehr gut ausgebaut ist.

Die Tunica muscularis (in ihrer Gesamtheit als M. detrusor bezeichnet) besteht aus drei Schichten glatter Muskulatur, innere und äussere Längsmuskelschicht und eine mittlere überwiegend zirkulär angeordnete Schicht. Dazwischen ein ausgeprägtes vegetatives Nervengeflecht, mit Ganglien sowie einzelnen Ganglienzellen. Der M. detrusor ist parasympathisch innerviert.


Aufgaben:

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und identifizieren Sie die Tunica mucosa mit ihren beiden Bestandteilen Lamina epithelialis und Lamina propria. Nehmen Sie die Dicke der Propria zur Kenntnis. Identifizieren Sie in den Deckzellen des Übergangsepithels die Crusta.

Versuchen Sie, in den sich gegenseitig durchdringenden Muskelzellzügen der Tunica muscularis, ein System von 3 prinzipiellen Verlaufsrichtungen zu finden (nicht in der gesamten Harnblasenwand vorhanden).

Suchen Sie Ganglien, Ganglienzellen und Nerven zwischen den Schichten der Tunica muscularis. Nehmen Sie die starke Faltung der Schleimhaut zur Kenntnis.

Bild 1

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Bild 5

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Universität Basel

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Übergangsepithel (Harnblase)