NICHTSCHÄDIGUNG

5.5

Was ‘Nichtschädigung’ alles umfasst

Das ethische Prinzip der Nichtschädigung verpflichtet alle Studienleitenden dazu, mögliche Risiken und Belastungen für Studienteilnehmende ernst zunehmen. Hier sind sie noch einmal zusammengefasst.

Zentral ist, dass jedes Forschungsvorhaben und dessen Durchführung immer genau und umfassend auf die möglichen Risiken und Belastungen für die Versuchsteilnehmenden betrachtet und diskutiert wird. Es gilt, grösstmögliche Sorge zu tragen, diese Risiken und Belastungen zu minimieren sowie die Vertraulichkeit und Datensicherheit zu gewährleisten.

Häufig legen wir, als Psychologinnen und Psychologen, ein besonderes Augenmerk auf den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und die dafür notwendige methodische Raffinesse, und ich glaube, dass dabei dem Aspekt der Nichtschädigung oft zu wenig Beachtung geschenkt wird. Betrachten wir die ethisch bedenklichen Studien und Vorgehensweisen, welche ich beim zweiten Thema «Warum Ethik?» vorgestellt habe, wird deutlich, dass diese mit einem solchen vorsichtigen und abwägenden Vorgehen sehr leicht vermieden hätten werden können.


Studierende der Universität Basel, die für die Vorlesung von Prof. Dr. Jens Gaab eingeschrieben sind, können sich hier auf der Lernplattform ADAM der Universität Basel anmelden. Dort finden Sie prüfungsrelevante Literatur, mögliche Prüfungsfragen und eine Sammlung von interessanten Dokumenten, Links und Videos.

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