Erasmus von Rotterdam   Die Liebe zum Wort

Erasmus von Rotterdam

Die Liebe zum Wort

1516 erschien in Basel bei Johannes Froben die erste gedruckte griechische Ausgabe des Neuen Testaments, also in der Sprache, in der die Schriften ursprünglich abgefasst wurden, herausgegeben von Erasmus von Rotterdam. Zum 500jährigen Jubiläum dieses epochemachenden Werks richtete die Universitätsbibliothek 2016 im Basler Münster eine Ausstellung aus, die seine Entstehung, Bedeutung und Wirkung dokumentierte. Sie trug den Titel «Das bessere Bild Christi» in Anlehnung an ein Wort des Erasmus, der sagte, die Texte des Neuen Testaments böten ein getreueres Abbild von Jesus Christus als alle Werke der bildenden Kunst, da in ihnen sein Geist und sein Wesen zum Ausdruck komme. Aus diesem Grund legte Erasmus grössten Wert auf die Arbeit am Text, sowohl am griechischen Original als auch an seiner Neubearbeitung der lateinischen Übersetzung, die er in zahllosen Anmerkungen sorgfältig begründete. Seine Ausgabe bildete über Jahrhunderte die Grundlage aller folgenden Editionen und übte so nachhaltigen Einfluss aus. Im folgenden sollen die Ziele und die Leistung des Erasmus und die Rezeption seines Werks nachgezeichnet werden.



Titelbild: Gestaltet von New Media Center, Universität Basel unter Verwendung von Hans Holbein d. J., Bildnis des schreibenden Erasmus von Rotterdam, 1523, Kunstmuseum Basel, Inv. 319.

Die Autoren/-innen

Barbara Gygli
Grundlage: Ausstellungskatalog 2016

Erasmus von Rotterdam

Die Liebe zum Wort

1516 erschien in Basel bei Johannes Froben die erste gedruckte griechische Ausgabe des Neuen Testaments, also in der Sprache, in der die Schriften ursprünglich abgefasst wurden, herausgegeben von Erasmus von Rotterdam. Zum 500jährigen Jubiläum dieses epochemachenden Werks richtete die Universitätsbibliothek 2016 im Basler Münster eine Ausstellung aus, die seine Entstehung, Bedeutung und Wirkung dokumentierte. Sie trug den Titel «Das bessere Bild Christi» in Anlehnung an ein Wort des Erasmus, der sagte, die Texte des Neuen Testaments böten ein getreueres Abbild von Jesus Christus als alle Werke der bildenden Kunst, da in ihnen sein Geist und sein Wesen zum Ausdruck komme. Aus diesem Grund legte Erasmus grössten Wert auf die Arbeit am Text, sowohl am griechischen Original als auch an seiner Neubearbeitung der lateinischen Übersetzung, die er in zahllosen Anmerkungen sorgfältig begründete. Seine Ausgabe bildete über Jahrhunderte die Grundlage aller folgenden Editionen und übte so nachhaltigen Einfluss aus. Im folgenden sollen die Ziele und die Leistung des Erasmus und die Rezeption seines Werks nachgezeichnet werden.



Titelbild: Gestaltet von New Media Center, Universität Basel unter Verwendung von Hans Holbein d. J., Bildnis des schreibenden Erasmus von Rotterdam, 1523, Kunstmuseum Basel, Inv. 319.

Die Autoren/-innen

  • Barbara Gygli
    Grundlage: Ausstellungskatalog 2016