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SYMPTOMATIK

1.2

Somatische Beschwerden – unsere ständigen Begleiter

Wie geht es Ihnen? Natürlich ist diese Frage oft nur bis zu einem gewissen Grad Abbild eines wirklichen Interesses an der Befindlichkeit des Anderen und entsprechend oft ist die Antwort – im Sinne eines «Gut, und Ihnen?» – auch nur eine gesellschaftlich akzeptierte Form, die an Stelle einer persönlicheren Auskunft tritt. Aber wie geht es Ihnen wirklich? Sie fühlen sich körperlich und psychisch vollkommen gesund, nichts zwickt, Sie sind voller Tatkraft und Elan? Dann geniessen Sie diesen Zustand, denn er ist wahrscheinlich nicht von Dauer.

Grafik repräsentative Untersuchung

Tatsächlich gaben in einer repräsentativen Untersuchung über 80 % der Befragten an, in den letzten 7 Tagen ein körperliches Symptom erlebt zu haben, wobei 22 % dann auch aussagten, dass diese Beschwerden zu starken Beeinträchtigungen geführt haben (Hiller et al., 2006). Erschöpfung, schmerzende Gelenke, Übelkeit, Blähungen, schmerzende Muskeln, Bauchschmerzen, Kopfweh, Hitzewallungen, Halsschmerzen und Kraftlosigkeit sind unsere ständigen Begleiter und letztendlich sowohl Folge unserer Lebensführung als auch Ansatzpunkt all unserer eigenen Bemühungen nach Gesundheit.

Aber was ist, wenn diese Beschwerden persistieren und so stark werden, dass sie unserer Kontrolle entgleiten und unser Leben bestimmen? Diese morbi sine materia – oder wie wir sie heute nennen: somatischen Belastungsstörungen – und deren Klassifikation, Ätiologie und Therapie sollen Gegenstand des Folgenden sein.

Link

Hiller, Wolfgang et al. (2006). Somatization in the Population: From Mild Bodily Misperceptions to Disabling Symptoms. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology 41(9): 704-712.

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Lizenz

Universität Basel